Die Gemeinde Dermbach liegt im thüringischen Teil des Rhöngebirges 360 Metern über dem Meeresspiegel im mittleren Teil des Feldatales. Politisch gehört der Ort zum Wartburgkreis und zum Land Thüringen. Dermbach hat mit seinen, eingemeindeten Ortsteilen Unteralba und Oberalba sowie Mebritz, Lindenau, Lindigshof, Brunnhartshausen, Diedorf, Neidhartshausen, Stadtlengsfeld, Urnshausen, Zella und Glattbach 3100 Einwohner. Dermbach mit den Ortsteilen hat 1327 Arbeitsplätze. Das Ortsgebiet erhebt sich 50 Meter über dem Flusslauf der Felda auf einem Plateau, das in eine langgezogene  Bergkette übergeht. Diese Bergkette begrenzt den Ort in westliche Richtung und hat ihre höchsten Erhebungen mit dem Gläser, der eine Höhe von 671 Metern hat, der Sachsenburg mit 721 Metern und dem Baier mit 714 Metern.                                     

In dem reichen Quellgebiet bilden sich zwei Bäche, der schwarze und der weiße Born. Sie fließen im Ort zusammen und daraus entsteht die Dermbach. Sie mündet dann in die Felda.  Die reizvolle Landschaft und das günstige Gebirgsklima ließen nicht nur die Menschen früh bodenständig werden, sie zogen auch viele Fremde an, die seit der Jahrhundertwende hier Erholung finden. So entwickelte sich Dermbach als einer der ersten Orte zum Luftkurort. Obwohl in der Nachkriegszeit bis zur Wende diese Entwicklung nicht gefördert wurde, kann Dermbach auf ein harmonisches Ortsbild, kulturhistorische Gebäude, eine gepflegte Gastronomie und ein ausgebautes markiertes Wanderwegenetz verweisen. Die zentrale Lage Dermbachs, am Schnittpunkt zweier wichtiger Verkehrswege, gibt dem Ort in der Region eine besondere wirtschaftliche Bedeutung. Als 1880 die Feldabahn gebaut wurde und 1910 das erste Elektrizitätswerk entstand, entwickelte sich mit der Korkverarbeitung und mittelständischen Handwerksbetrieben ein erstes Gewerbegebiet, aus dem sich eine Industrieansiedlung entwickelt hat, die nach der Wende noch gewachsen ist. Dermbach hat heute über 3100 Einwohner und 1327 Arbeitsplätze.

Die Besiedlung der thüringischen Rhön begann in der Bronzezeit. Germanische Stämme zogen durch die Täler der Werra und Felda in die Bergregionen und legten an den Hängen ihre Siedlungen an. Zeugen dieser Zeit sind viele erhaltene Hügelgräber. Danach folgte die Eisenzeit, in der die Kelten aus dem Süden kamen und die Basaltkegel als Ringwallburgen ausbauten. Noch heute kann man auf der Sachsenburg Ringwälle und Wasserterrassen sehen. Die Sachsenburg war als bewohnte Anlage die größte Keltenburg der Region. Ausgrabungen und stillgelegte Erzgruben zeugen von dieser Kultur. In dieser Zeit begann der Warenaustausch und es entstanden die Handelswege. So führten der Ortesweg und die Ansantvia durch die Region. Sie waren bedeutende Handelswege und gingen durch viele germanische Stammesgebiete. Später zogen auf der Ansantvia römische Truppen unter den Feldherren Germanicus und Drusus durch die Rhön, um weitere germanische Stämme zu unterwerfen.  

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Kommentare

Museum Dermbach
Vor 6 Monate

Herzlichen Dank, Herr Schäfer!
Wir freuen uns sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns Informationen und / oder Korrekturen zukommen zu lassen, um diese Website so informativ wie möglich zu gestalten.Sie können uns jederzeit gerne weiterhelfen, insbesondere mit Ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung. Wir werden uns mit den zusätzlichen Informationen beschäftigen.

Ludwig Schäfer
Vor 6 Monate

"Dermbach hat mit seinen, eingemeindeten Ortsteilen Unteralba und Oberalba sowie Mebritz, Lindenau, Lindigshof und Glattbach

(Bernshauen, Brunnartshausen, Diedorf, Föhlritz, Gehaus, Hartschwinden, Hohenwart, Menzengraben, Neidhartshausen, Stadtlengsfeld, Urnshausen, Zella/Rhön ????)

3100 Einwohner. Dermbach mit den Ortsteilen hat 1327 Arbeitsplätze."

PS. Soviel zur Gemeinde Dermbach

Mit freundlichen Grüßen

Ludwig Schäfer